HYPE idēa 2020 – geht (auch) online!

Von Neuromarketing bis Nachhaltigkeit, von Best Practice Sharing bis Benchmarking: Die idēa von HYPE nahm einmal mehr spannende Themen rund um das Ideenmanagement ins Visier. Das Ideenmanagementforum 2020 vom 24. bis 26. November für Kunden und Branchenexperten fand bereits zum dritten Mal statt – coronabedingt nun erstmals als Online-Event. Die Resonanz auf die abwechslungsreichen virtuellen Vorträge, Roundtables und Networking-Sessions war mit rund 40 Teilnehmern sehr positiv.

Übersicht der idea Vorträge

Vom Begrüßungsvideo über vielfältige Chatfunktionen bis zu informellen Networking-Sessions für den Ideen- und Erfahrungsaustausch: Auf der Online-Plattform von HYPE zur idēa 2020 war viel geboten, um den Teilnehmern des Events auch im virtuellen Raum die gewohnt professionelle, aber ebenso sehr persönliche Atmosphäre zu bieten – und viele Gelegenheiten für den intensiven Erfahrungs- und Gedankenaustausch mit Kollegen, Experten und HYPEes.

Idea online Konferenz

Nach der Begrüßung am 24. November durch Michel Meisterjahn (HYPE Director of Marketing) lieferte Frank Henningsen, Mitbegründer und seit Sommer 2020 auch neuer CEO von HYPE, ein Update zu den wichtigsten Entwicklungen bei HYPE. Carin Port (VP HYPE Improve Product Management), stellte anschließend das neue Release HYPE Improve 10 vor – und zeigte im Detail auf, wie die Software Ideenmanager im Tagesgeschäft unterstützen kann. Zum Beispiel mit neuen Features wie „Automatische Pseudonymisierung von Benutzern“- und „Impulsidee bzw. Schnellidee“ als Sub-Prozess im Ideenprozess. Das Ziel hier, erläuterte Port, sei es, „kleine Ideen sehr schnell und mit wenig Aufwand durch den Prozess zu leiten. Die Ideen werden meist direkt bei der Führungskraft eingereicht und von der Führungskraft begutachtet.“

Direkt im Anschluss nahmen Daniel Widmann (Manager of Customer Experience and Innovation) und seine Kollegin Ilka Köhler (Strategy & Lifetime Partner Transformation) von der Generali Deutschland die Teilnehmer mit auf ihre zweieinhalb Jahre lange Ideenmanagement-Reise bei Generali: #MissionONE  (s. Blogbeitrag vom 03.03.2021) – hin zu einem konzerneinheitlichen Ideenmanagement. Ein wesentliches Element von #MissionONE ist beispielsweise die Diskussion der eingereichten Ideen in der Community. Daniel Widmann: „Kommentare und Votings sollen dazu beitragen, die Ideen durch Nutzung einer breiteren Know-how-Basis verschiedener Sichtweisen inhaltlich weiter anzureichern. So werden Ideen werthaltiger und entscheidungsreifer.“ Das trug Früchte, und wie: In den ersten 10 Monaten seit dem Go-live von #MissionONE erhielt jede Idee im Durchschnitt einen Kommentar und über 4 Votings.

idea Vortrag der Generali

Von Neuromarketing bis Nachhaltigkeit

Einen hochinteressanten – und für viele Teilnehmer sicher auch neuen – Blick auf das Ideenmanagement eröffnete Dr. Hartmut Neckel (Unternehmensberatung Dr. Neckel) mit seiner Präsentation zum Thema Neuro + Ideenmanagement = Neuroideenmanagement (s. Blogbeitrag vom 21.02.2021) „Neurowissenschaften“, so Dr. Neckel, „bieten interessante Blickwinkel darauf, wie sich menschliches Verhalten erklären – und damit eventuell auch beeinflussen lässt. Das kann man auch auf Verhaltensweisen im Ideenmanagement anwenden – etwa auf die Entscheidung, einen Vorschlag einzureichen. Oder eine Idee zu liken. Oder als Gutachter einen Vorschlag abzulehnen.“ In seinem Vortrag ging Dr. Neckel der Frage nach, wie Ideenmanager Erkenntnisse etwa aus Neuroökonomie, Neuromarketing und anderen Konzepten im Alltag nutzen können. Neckel: „Unser Gehirn arbeitet mit Strukturen und Mechanismen zur ‘Belohnung‘ und ‘Bestrafung‘, die dank moderner Technik direkt beobachtet werden können – und die für unser Verhalten im wahrsten Sinne des Wortes entscheidend sind. Sich diese Funktionsweisen bewusst zu machen, lässt manche bekannte Selbstverständlichkeit nochmals in einem anderen Licht erscheinen.“ Anschließend stellte der erfahrene Experte noch kurz die wichtigsten Neuerungen zu seinem „Kennzahlenvergleich 2020“ vor, u.a. ein Konzept für „Benchmarking face-to-face“.

Das Ideenmanagement reagiert naturgemäß immer auf Einflüsse von außen. Die Welt verändert sich rasant – und das Wort "Nachhaltigkeit" taucht in verschiedensten Kontexten auf, hat ökonomisch wie ökologisch immer mehr Gewicht. Doch was heißt das eigentlich für Unternehmen – und konkret für Ideenmanager? Antworten darauf gab Sandra Fernholz (Head of Sustainability & Social Impact bei HYPE) in ihrem Vortrag Dauerhaft erfolgreich: Der Ideenmanager als Botschafter für Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit mache das Unternehmen ‘future-proof‘ und sei Treiber für Themen wie Markenbildung und Mitarbeiterzufriedenheit, erzählte Fernholz. „Viele Mitarbeiter sind daran interessiert, haben aber noch keinen Kanal, auf dem über diese Ideen gesprochen wird. Ideenmanager könnten dies fördern, einmal passiv – Ideen kommen einfach rein – und auch proaktiv, zum Beispiel durch Ideenfindung bzw. Kampagnen zum Thema Ökologische Nachhaltigkeit.“

Ideen erfolgreich finden – und weltweit teilen

Aber was passiert eigentlich mit Ideen, nachdem diese im BVW- oder KVP-Prozess bearbeitet wurden? Wie können die gewonnenen Informationen im Unternehmen weitertragen werden? Und wie kann man etablierten, erfolgreichen Vorgehensweisen – sogenannten “Good Practices” – eine digitale Plattform bieten? Das Ideenmanagement-Trio von Merck – Thomas Frank (IM-Beauftragter Merck), Tobias Wuest (Ideenmanager Merck) und Daniel Otterbach (Werkstudent Ideenmanagement Merck) ging diesen Fragen in ihrem Vortrag Wer teilt, gewinnt – Best Practice Sharing (BPS) im Ideenmanagement nach. Thomas Frank: „Wir bei Merck verstehen das Ideenmanagement zunehmend als Wissensspeicher für Mitarbeiterideen, aus dem heraus neue Ideen, erfolgreiche Verbesserungen oder bewährte Vorgehensweisen anderen empfohlen – Stichwort aktives BPS – oder als Fundus bereitgestellt werden, siehe passives BPS.“ Eine enge Verzahnung von BVW-Ideen, KVP-Lösungen und Verbesserungspotenzialen und den BPS-Ideen bietet dem Nutzer dort den Vorteil einer gemeinsamen Oberfläche mit bereits bekannten Funktionalitäten. „Gemäß dem Merck-Motto ‘Ideen wachsen lassen‘ eröffnen sich so kleine und große Potenziale, die als Chancen auch von Bereichen wie Arbeitssicherheit oder Energiemanagement entdeckt werden.“ Die Prozesse und Themen haben sich inzwischen sehr weiterentwickelt. „Wir unterstützen die Kollegen weltweit mit unserer IT-Plattform“, so Frank „Ob ‘Wissenstransfer‘, ‘Lessons Learned‘, ‘Erfahrungsaustausch‘ oder Ähnliches – in den Mitarbeitern und ihren Ideen steckt mehr, als man denkt!“

Wohin geht die Reise im Ideenmanagement

Reisen waren das Stichwort der idēa 2020. Sven Juraschka (Business Manager Ideen Management, Senior Quality Expert bei Siemens Gamesa) lud jedenfalls abschließend ein zu einem Ausflug in die Zukunft des Ideenmanagements. Wie wird sich das Ideenmanagement in den nächsten Jahren verändern? Welche speziellen Fähigkeiten braucht ein Ideenmanager heute? Welche Aufgaben hat er in Zukunft? „Gerade in Krisenzeiten“, so Juraschka, „werden gute Ideen schneller denn je gebraucht. Da wachsen auch die Bedeutung und der Aufgabenbereich des modernen Ideenmanagers. Schon seit Jahren ist er weit mehr als ein Administrator, ein reiner Verwalter von Ideen. Und vieles deutet darauf hin: Das Ideenmanagement wird noch schneller werden, sich enger verzahnen mit dem Innovationsmanagement und – Stichwort agiles Management – mit neuen Konzepten kleiner, schneller Veränderungen.“

Zur Vertiefung der in den Präsentationen vorgestellten oder auch allgemein angesagten Themen im Ideenmanagement fanden auch bei der idēa 2020 die beliebten Roundtables statt – nur eben virtuell. Anne Knipp (VP Professional Services bei HYPE) diskutierte beispielsweise heiß mit den Teilnehmern, wie man die ‘Sichtbarkeit und Kommunikation‘ bei Mitarbeitern – und vor allem im Management erhöht. Zum Beispiel durch Kampagnen, zeigte Carin Port in ihrem Roundtable auf. Rolf-Matthias Schwingeler (Projektleiter bei HYPE) nahm das Thema ‘Partizipation, Empowerment & Motivation der Mitarbeiter‘ unter die Lupe. Der rege Austausch unter den Teilnehmern wurde durch vielfältige Chatfunktionen, einen Q&A-Bereich und andere hilfreiche Plattform-Features unterstützt. Sehr beliebt waren auch die Online-Networking-Sessions auf der Plattform Remo in den Pausen und als krönender Abschluss des Events.

idea networking tool

Das HYPE-Team sagt HERZLICHEN DANK an alle Teilnehmer der idēa 2020 – wir freuen uns, dass es auch online einen so intensiven und gelungenen Wissens- und Erfahrungsaustausch gab! Natürlich bedanken wir uns vor allem auch bei allen Referenten, die uns mit ihren spannenden Vorträgen wieder faszinierende Einblicke in das vielschichte Thema Ideenmanagement verschafft haben. Bis bald, bei der idēa 2021! 😊

 

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