Sie haben Teilaufgaben oder gar die Gesamtzuständigkeit für das Ideenmanagement neu übernommen oder werden das demnächst tun? Herzlichen Glückwunsch! Freuen Sie sich auf einen der vielseitigsten und spannendsten Jobs, den es in Unternehmen geben kann! Welche Kompetenzen dabei von Ihnen gefragt sein könnten und wie Sie diese erwerben oder ausbauen können, ist Thema dieses Blogbeitrags.

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Ideenreichtum ist eine tolle Sache. Es wird wohl kaum ein Unternehmen geben, das nicht gern ideenreich ist. Mit Ihrer Tätigkeit im Ideenmanagement tragen Sie zum Ideenreichtum Ihres Unternehmens bei – nicht in erster Linie mit Ihren eigenen Ideen (obwohl Sie Ihre Kreativität in diesem Job noch gut gebrauchen können!), sondern indem Sie das Ideenpotential der gesamten Belegschaft als nutzenstiftende Ressource bewirtschaften.

Dass das, was unter „Ideenmanagement“ verstanden wird und um welche Ideen es dabei gehen soll, von Unternehmen zu Unternehmen sehr unterschiedlich sein kann, lassen wir erst einmal beiseite (sich hier orientieren und positionieren zu können, ist ein Teil der Kompetenzen, die Sie vielleicht schon mitbringen oder noch erwerben wollen). In jedem Fall können Sie ausgehend vom Wort „Ideenmanagement“ drei Aspekte betrachten: die „Ideen“, die als Vorschläge eingereicht werden, das „Management“ der einzelnen vorgeschlagenen Ideen und das „Ideenmanagement“ als Ganzes.

  • Damit „Ideen“ entstehen und vorgeschlagen werden, sind Faktoren wie Inspiration, Intuition, Aufmerksamkeit, Unterstützung, Ermutigung und Motivation zu stärken.
  • Damit vorgeschlagene Ideen „gemanagt“ (begutachtet, entschieden, umgesetzt) werden, ist für eine funktionale Prozessgestaltung und für zur Unternehmensstruktur passende Aufgaben- und Rollendefinitionen zu sorgen.
  • Damit das „Ideenmanagement“ als System erfolgreich ist und bleibt, sind auf einer soliden theoretischen Grundlage basierende Konzepte und Strategien zu entwickeln und zu implementieren, regelmäßige Ergebnisanalysen und Auditierungen durchzuführen und daraus resultierende Weiterentwicklungen umzusetzen, sowie Sichtbarkeit und Transparenz für alle beteiligten Gruppen herzustellen.

Das Wichtigste ist aber: dass Sie selbst Spaß an diesem Job haben! Dass Sie gern als die Person sichtbar und ansprechbar sind, die für das Ideenmanagement steht!

Ihr Spaß am Job hängt zu einem großen Teil davon ab, welche Tätigkeiten Sie im Rahmen Ihrer Arbeit ausführen – was Sie konkret „machen“ (und mit wem!) – aber sicher auch davon, wie gut Sie sich für die mit Ihrer neuen Rolle verbundenen Erwartungen und Anforderungen gewachsen fühlen – was Sie können und wissen. Die folgende Abbildung zeigt in den drei inneren (roten, blauen, grünen) Feldern, was für die oben genannten Aspekte jeweils zu tun ist. Im (gelben) Rahmen sind fachliche, methodische, soziale und persönliche Kompetenzen aufgeführt, die beim „Machen“ benötigt werden. Im Hintergrund sind oben und unten Referenztheorien genannt (grau), deren praxisrelevante Ergebnisse zu kennen für ein solides Verständnis Ihres neuen „Geschäfts“ hilfreich ist.

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Abbildung: „Competence Chart“ für das Ideenmanagement. Von außen nach innen: „Wissen“ (grau), „Können“ (gelb), „Machen“ (rot, blau, grün)

Bei aller Vielfalt, die in der Fülle der Abbildung sichtbar wird, ist Ideenmanagement keine so komplexe Angelegenheit, dass man daraus einen eigenen Ausbildungsberuf oder ein Studienfach machen müsste. In den meisten Ausbildungen, die Sie absolviert haben könnten, haben Sie bereits genügend Grundlagen erworben, um die wesentlichen Aufgaben bewältigen zu können – in der Abbildung findet sich nichts, was spezifisch allein für das Ideenmanagement gelten würde.

Dennoch gibt es sie, die Besonderheiten, die Ideenmanagement zu etwas anderem machen als etwa Innovationsmanagement, Qualitätsmanagement, Projektmanagement, Prozessoptimierung, Industrial Engineering, Personalmanagement, Controlling, Marketing usw. Außerdem ist „das Ganze mehr als die Summe der Teile“ – insofern ergibt sich das Verständnis für den „Kern“ des Ideenmanagements als Gesamtsystem und -prozess nicht von selbst.

Um hier nicht das Rad neu erfinden zu müssen, ist es hilfreich und einfach nur intelligent (weil Frust reduzierend), eine professionelle Schulung zu besuchen, die das Thema „Ideenmanagement“ systematisch in seinen verschiedenen Facetten vermittelt. Das kann weder durch eine gute Einarbeitung im eigenen Unternehmen noch durch ein engagiertes „Learning on the Job“ ersetzt werden – zumal vor allem in kleineren Unternehmen Ideenmanagerinnen und Ideenmanager meistens „Einzelkämpfer“ sind und das Ideenmanagement nur eines von mehreren Aufgabenfeldern ist (für das vielleicht nur wenige Stunden pro Woche zur Verfügung stehen).

Wenn Sie einen gezielten Einstieg in ein gleichermaßen auf spontan (gemäß klassischem Vorschlagswesen) und auf gesteuert (gemäß KVP) generierte Ideen fokussiertes Ideenmanagement suchen, bietet Ihnen der Lehrgang „Ideenmanagement & KVP“ am Österreichischen Produktivitäts- und Wirtschaftlichkeits-Zentrum ÖPWZ in Wien eine gute Möglichkeit.

An insgesamt fünf Tagen – die in einen zwei- und einen dreitägigen Block aufgeteilt sind – vermittelt dieser Lehrgang die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten,     um …

  • … ein Ideenmanagement passend zu den Gegebenheiten des eigenen Unternehmens zu gestalten und weiterzuentwickeln;
  • … alle Akteure im Ideenmanagement und den Prozess von der Ideenstimulierung bis zum Erfolgscontrolling wirksam und effizient zu unterstützen und zu managen;
  • … das Ideenmanagement als Teil der Unternehmenskultur und als wertvollen Nutzenbringer für den Unternehmenserfolg zu etablieren.

Stärken Sie Ihre Kompetenzen für eine erfolgreiche Karriere als Ideenmanagerin oder Ideenmanager! Lesen Sie mehr zum Lehrgang „Ideenmanagement & KVP“!

Alle Erwähnungen von Produkten und Unternehmen sind redaktioneller Natur und wurden nicht bezahlt.

 

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